Maßnahmen bei drohenden Völkerverlusten durch die Varroamilbe




Abräumen
Besteht die Gefahr eines Zusammenbruches reichen betriebstechnische Maßnahmen alleine nicht mehr aus, um das Volk zu retten. Um den Honig in seiner Qualität nicht zu gefährden, muss dieser vor einer chemischen Behandlung abgeerntet werden. Die Nutzung einer Spättracht ist nach einer Behandlung nicht mehr möglich.
Behandlung
Als schnell wirksame Bekämpfung kommt eine Ameisensäurebehandlung in Frage. Präparate mit Thymol (Apiguard, Thymovar) sind für eine Langzeitbehandlung geeignet. Für die rasche Sanierung von stark befallenen Völkern sind die Thymolanwendungen durch den im Vergleich zur Ameisensäure langsameren Wirkungsaufbau weniger geeignet.
Sind auch starke Brutschäden oder Sekundärinfektionen zu erwarten, sollte eine Kunstschwarmsanierung erfolgen. Hierbei wird im Prinzip der Auszug des Volkes vorweggenommen. Die Bienen werden anschließend mit Milchsäure im brutfreien Zustand behandelt und auf neue Waben gesetzt. Bei dieser Maßnahme wird zusätzlich der Infektionsdruck durch Entnahme der mit Varroamilben belasteten Brutwaben gesenkt.
Alle Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie ausführlich in der aktuellen Broschüre der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V..


Download: Varroa_unter_Kontrolle.pdf



Christoph.Otten@dlr.rlp.de      drucken