Hitzestress Hilfe


Die Enthalpie gibt den Gesamtwärmeinhalt der Luft an und dient als Kennzahl für die Wärmebelastung von Geflügel. Bei hoher Temperatur und Feuchtigkeit im Stall setzt bei
Geflügel aufgrund der mangelhaften Transpirationsfähigkeit die Schnabelatmung ein, die in Hecheln übergeht und schon nach wenigen Stunden zum Hitzetod führen kann. In einer Vereinbarung zwischen dem niedersächsische Landwirtschaftsministerium und der Geflügelwirtschaft über Mindestanforderungen in der Hühnermast sind Grenzwerte für die Enthalpie angegeben. Bei Überschreiten einer Enthalpie von 72 kJ/kg in den Stallungen tritt nach kurzer Zeit der Hitzetod auf. Die Wärmebelastung des Geflügels in Stallungen hängt natürlich
stark von deren baulichen Realisierung und Lage ab. Bei Einhaltung des Mindestluftvolumenstromes sowie optimaler Pflege und Betreuung der Tiere kann bei einer Enthalie von bis zu 67 kJ/kg in der Außenluft das Erreichen der letalen Grenze von 72 kJ/kg in der Stalluft in der Regel vermieden werden. Eine Belastung des Geflügels liegt jedoch schon vor Erreichen dieses Richtwertes vor, so dass mit Ventilationsmaßnahmen schon vorzeitig begonnen werden sollte.






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