Varroabekämpfung mit 85%er Ameisensäure




Die Varroabekämpfung mit 85%-iger Ameisensäure ist derzeit nicht zugelassen. Entsprechend dem Schreiben vom 09.07.2008 vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz besteht aber unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit des Einsatzes der 85%igen Ameisensäure zur Bekämpfung der Varroamilbe im Therapienotstand.

Der Therapienotstand ist gegeben, wenn die notwendige arzneiliche Versorgung der Bienenvölker ernstlich gefährdet ist und die Anwendung geeigneter zugelassener Arzneimittel keine Abhilfe schaffen kann.

Als Hilfestellung für den praktizierenden Tierarzt wurden die Rahmenbedingungen für das Vorliegen eines Therapienotstandes durch das Fachzentrums Bienen zusammengestellt. Näheres finden Sie hier:

Nach Feststellung des Therapienotstandes erfolgt die Verschreibung durch den praktizierenden Tierarzt für den jeweiligen Einzelfall. Es ist aber möglich, die Verschreibungen auch im Rahmen einer Imkervereinsversammlung vorzunehmen.

Im Falle des Therapienotstandes ist die Herstellung von 85%iger Ameisensäure in der Apotheke für den jeweiligen Einzelfall auf Verschreibung eines praktizierenden Tierarztes im Rahmen einer ordnungsgemäßen Behandlung der Bienenvölker unter Beachtung der rechtlichen Vorgaben möglich.


Die Anwendung der 85%igen Ameisensäure erfolgt nach den Behandlungsanweisungen des praktizierenden Tierarztes. Hierfür empfiehlt das Fachzentrum Bienen in Abstimmung mit unseren Kollegen in Hohenheim die Anwendung in Form der Medizinflasche. Die Anwendungsempfehlung des Fachzentrums finden Sie hier:


Download: Rahmenbedingungen_fuer_Therapienotstand.pdfAnwendungsempfehlung_Ameisensaeure.pdf



Christoph.Otten@dlr.rlp.de      drucken