Stand: 09/02/2019
Förderung von Investitionen in Weinbaubetrieben
Diese Förderung soll zur Verbesserung der Gesamtleistung des Weinbauunternehmens beitragen; sie wird für Investitionen zur Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen im Sinne von Anhang VII Teil II der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 gewährt. Das Förderprogramm unterstützt „kleine Investitionen“ und „große Investitionen“. Gebäude sind bei „kleinen Investitionen“ nicht förderfähig.

Förderungsfähig sind folgende Investitionen:
    • Erwerb von neuen Maschinen und technischen Anlagen der betrieblichen Innenwirtschaft
    • Errichtung und Erwerb von Gebäuden die unmittelbar der Erzeugung und Vermarktung von Wein dienen
    • Kosten der Entwicklung neuer Erzeugnisse, Verfahren und Techniken.

Gefördert werden Weinbauunternehmen
unabhängig von ihrer Rechtsform und einkommenssteuerlichen Veranlagung.

Förderungsvoraussetzungen
    • berufliche Fähigkeiten des Unternehmers für eine ordnungsgemäße Führung des Unternehmens,
    • grundsätzlich Vorlage der letzten drei Einkommensteuerbescheide,
    • Vorwegbuchführung grundsätzlich für mindestens zwei Jahre (Vorlage von Jahresabschlüssen), mindestens 1 Jahresabschluss bei kleinen Investitionen
    • die letzten beiden Meldungen "Wein- und Traubenmostbestände" und "Traubenernte und Weinerzeugung"
    • Die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und der durchzuführenden Investitionen sind nachzuweisen. Bei großen Investitionen durch Vorlage eines Investitionskonzeptes nach vorgegebenem Muster.
    • Stehen mehrere Anbieter auf dem Markt im Wettbewerb, müssen mindestens drei verbindliche Angebote eingeholt werden, die zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Gültigkeit von mindestens 2 Monaten haben.

Umfang und Höhe der Förderung

Kleine Investitionen
Die förderungsfähigen Ausgaben je Antrag müssen mindestens 10.000 € und dürfen höchstens 50.000 € je Förderantrag betragen.

Die Obergrenze der förderfähigen Ausgaben ist auf höchstens 250.000 € je Unternehmen für den Zeitraum von 2014 bis 2018 festgelegt.

Der Zuschusssatz beträgt einheitlich 25 %, jedoch

15 % für Personen, bei denen die Summe der positiven Einkünfte zum Zeitpunkt der Antragstellung im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Einkommensteuerbescheide den Betrag von 150.000 EUR je Jahr überschreitet.


Große Investitionen
Die förderungsfähigen Ausgaben je Antrag müssen mindestens 50.000 € betragen.

Die förderfähigen Investitionen werden auf insgesamt 3 Mio. € je Unternehmen für den Zeitraum der EU-Haushaltsjahre 2014 -2018 begrenzt.

Der Zuschusssatz beträgt einheitlich 25 %, jedoch

15 % für Personen, bei denen die Summe der positiven Einkünfte zum Zeitpunkt der Antragstellung im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Einkommensteuerbescheide den Betrag von 150.000 EUR je Jahr überschreitet.

Förderung von kellerwirtschaftlichen Investitionen zur Qualitätssicherung und –verbesserung

Zusätzlich 5 % werden sowohl bei Kleinen als auch Großen Investitionen für Maschinen und Geräte der Kellerwirtschaft gewährt, die in der Positivliste aufgeführt sind.


Förderung der Kosten der Entwicklung neuer Erzeugnisse, Verfahren und Techniken
    • Der Zuschuss beträgt
    • für Kleinst- und Kleinbetriebe sowie mittlere Unternehmen im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 800/2008 (ABl. EG L 214, S. 3) bis zu 40 %.
    • für Unternehmen nach Nr. 4.1, bei denen die Summe der positiven Einkünfte zum Zeitpunkt der Antragstellung im Durchschnitt der letzten drei vorliegenden Einkommensteuerbescheide 150.000 EUR je Jahr überschreitet, 15 v. H. bei Bewilligung ab dem 1. Februar 2011.
    • für die übrigen Unternehmen bis zu 20% der förderfähigen Kosten.
    • Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen pro Antrag beträgt 10.000 €.

Weitere Informationen erhalten Sie im Merkblatt für Weinbaubetriebe und den Verfahrensunterlagen






Stefan.Raesch@dlr.rlp.de     www.DLR-Mosel.rlp.de drucken nach oben