Vorticity

Eine bedeutungsgleiche deutsche Übersetzung für diesen englischen Begriff ist nicht vorhanden. Behelfsweise kann der Begriff der Wirbelstärke verwendet werden. Meisten wird aber der englische Begriff genutzt um Unklarheiten auszuweichen. Dadurch kann auch keine Verwechslung mit der eng mit der Vorticity verwandten Zirkulation (im Englischen circulation) auftreten.
Die Zirkulation ist definiert als die mittlere Vorticity eines flächenhaften Gebietes. Rein mathematische gesehen ist die Vorticity, die ein (mikroskopisches) Maß für die Wirbelstärke an einem bestimmten Ort im Strömungsfeld ist, eine differentielle Größe, während die Zirkulation eine integrale Größe ist [=> Flächenintegral über die Vorticity dividiert durch die Fläche].
Für die großräumigen (synoptischen) Hoch- und Tiefdruckgebiete ist lediglich die Rotation um eine vertikale Achse von Bedeutung. Exakt diese Komponente wird durch die Vorticity mathematisch erfasst. Ein positiver Wert der Vorticity weist auf eine zyklonale Rotation (Drehsinn eines Tiefs) hin, während ein negativer Wert eine antizyklonale Rotation (Drehsinn eines Hochs) bedeutet. Allein durch die Erdrotation erhält ein Luftteilchen eine bestimmte Menge an Vorticity (die Corioliskraft wirkt auf der Nordhalbkugel horizontal rechtsablenkend auf alle Bewegungen, weshalb sie ein sich mit einer konstanten Geschwindigkeit v bewegendes Luftpaket auf eine gekrümmte Zugbahn zwingt). Aufgrund dieser Tatsache unterteilt sich die gesamte oder absolute Vorticity in einen planetaren Anteil, der durch die Erdrotation erzeugt wird und einen relativen Anteil, der unabhängig von der Erdrotation ist.





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