Kooperationsmodell

Freiwillige Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Getränkeherstellern mit der lokalen Landwirtschaft können vorrangig in Wasserschutzgebieten bzw. definierten Wassereinzugsgebieten entstehen. Dabei sollen auf vertraglicher Basis unter Mitwirkung der Wasserschutzberatung Maßnahmen zum Gewässerschutz, die über die „Gute Fachliche Praxis“ hinausgehen, umgesetzt werden.

Zunächst sollen die Betriebe anhand ihrer Nährstoffvergleiche (bei viehhaltenden Betrieben Hoftorbilanz zusätzlich zur Feld-Stall-Bilanz gemäß DüV) und weiterer Angaben beraten werden. Mithilfe von Nmin-Untersuchungen im Frühjahr sowie nach der Ernte im Herbst soll die N-Düngung optimiert und bewertet werden. Betriebsindividuell oder kooperationsspezifisch können aus dem WSB-Maßnahmenkatalog weitere Maßnahmen (wie z.B. reduzierte Bodenbearbeitung nach der Ernte, Begrünung, Zwischenfrüchte, Untersaaten etc.) für die jeweilige Kooperation ausgewählt werden.

Durch die partielle Verrechnungsfähigkeit der von den Wasserversorgern und Getränkeherstellern zu leistenden Ausgleichszahlungen bzw. Aufwendungen für alle Maßnahmen, die über die „Gute Fachliche Praxis“ hinausgehen, wurde ein Anreiz geschaffen, sich an Kooperationen zu beteiligen. 50 % der kooperationsbedingten Aufwendungen können mit dem Wasserentnahmeentgelt verrechnet werden. Weitere 30 % können Wasserversorger in belasteten Grundwasserkörpern als Förderung zurückerhalten.

Projektkennblätter bestehender Kooperationen






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